05.07.2011
Unbürokratisch ging es am Montag zu, als das komlette Landtagspräsidium am Sonderner Bahnhof mit Bürgermeister Horst Müller und Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie Vertretern der Dorfgemeinschaft sowie Kreisdirektor Theo Melcher zusammentraf.
Zu viel Talsperre, zu wenig See
An der Außenwand des Sonderner Bahnhofs war eine Karte angeheftet worden, anhand derer der Technische Beigeordnete der Stadt Olpe, Bernd Knaebel, einen Überblick über das gab, was im Zuge des Strukturförderprogramms "Regionale" unternommen werden soll. Knaebel erklärte den Landtagsvertretern, der Biggesee sei immer noch viel zu sehr Talsperre und zu wenig See. So sei es für viele Urlauber schlicht ein Unding, dass sie in Sondern zwar das Wasser sehen, aber nicht an den Biggestrand gelangen können. Das Gelände des Surfclubs sei eine wichtige Optionsfläche, um durch dessen Öffnung einen Zugang zum Wasser möglich zu machen. Er stellte die weiteren Details vor, die in Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet worden sind.Hubertus Winterberg von der Südwestfalen-Agentur erläuterte, der Masterplan Biggesee/Listersee sei ein Musterbeispiel für die Regionale, um abzuklären, ob ein Wirtschaftsraum für den Lebensraum da sei oder umgekehrt. Die Umsetzung werde beispielhaft sein für die Frage, "wie wir uns Lebensqualität in Südwestfalen vorstellen".
Ablegen für die Kamera
Nach der kurzen Präsentation durchschritten die Landtagspolitiker mit ihrem "Gefolge" die wenig repräsentative Eisenbahnunterführung, die vom Bahnsteig und vom Parkplatz zur Schiffsanlegestelle führt. In ungezwungenen Gesprächen erfuhren die Mitglieder des Präsidiums allerhand über die Geschichte des Biggesees. Als das MS "Westfalen" anlegte, nutzten Uhlenberg und Böth die Gelegenheit zu einer Stippvisite an Bord, und als das Flaggschiff der "Weißen Flotte" samt Präsident und Stellvertreterin ablegte, legten die Mitarbeiter der Landtagsverwaltung sorgenvoll die Stirn in Falten, sahen sie doch ihren engen Zeitplan in Gefahr. Doch die "Rundfahrt" war nach 30 Sekunden vorbei, sie entpuppte sich als kurze "Show" für die Kameras, und der Rundgang wurde fortgesetzt. Auf dem Surfclubgelände sprachen die Politiker mit Bürgern und Vertretern des Clubs, und am Ende des Rundgangs stand eine Kaffeepause am Kiosk der Minigolfanlage. Voller Informationen machten sich die Mitglieder des Landtags-Präsidiums anschließend zurück zum Parkplatz, wo der Kleinbus startete und die Politiker zur letzten Station der Südwestfalen-Reise, nach Siegen, brachte. Egal welcher Parteicouleur; alle Mitglieder des Präsidiums machten deutlich, dass ein solcher Abstecher "in die Fläche" wichtig sei auch für politische Entscheidungen, die eben nicht nur am "grünen Tisch", sondenr viel öfter auch nach Gesprächen mit Wählerinnen und Wählern fallen sollten.
''Heimatkunde'' fürs Präsidium


Bürgermeister Horst Müller (l.) begrüßte gestern in Sondern das komplette Präsidium des Landtags (v. l.): Gunhild Böth (Linke), Carina Gödecke (SPD), Eckhard Uhlenberg (CDU), Oliver Keymis (Grüne) und Angela Freimuth (FDP)
Unbürokratisch ging es am Montag zu, als das komlette Landtagspräsidium am Sonderner Bahnhof mit Bürgermeister Horst Müller und Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie Vertretern der Dorfgemeinschaft sowie Kreisdirektor Theo Melcher zusammentraf.
Quelle: Siegener Zeitung, Foto und Artikel win
Zu viel Talsperre, zu wenig See
An der Außenwand des Sonderner Bahnhofs war eine Karte angeheftet worden, anhand derer der Technische Beigeordnete der Stadt Olpe, Bernd Knaebel, einen Überblick über das gab, was im Zuge des Strukturförderprogramms "Regionale" unternommen werden soll. Knaebel erklärte den Landtagsvertretern, der Biggesee sei immer noch viel zu sehr Talsperre und zu wenig See. So sei es für viele Urlauber schlicht ein Unding, dass sie in Sondern zwar das Wasser sehen, aber nicht an den Biggestrand gelangen können. Das Gelände des Surfclubs sei eine wichtige Optionsfläche, um durch dessen Öffnung einen Zugang zum Wasser möglich zu machen. Er stellte die weiteren Details vor, die in Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet worden sind.Hubertus Winterberg von der Südwestfalen-Agentur erläuterte, der Masterplan Biggesee/Listersee sei ein Musterbeispiel für die Regionale, um abzuklären, ob ein Wirtschaftsraum für den Lebensraum da sei oder umgekehrt. Die Umsetzung werde beispielhaft sein für die Frage, "wie wir uns Lebensqualität in Südwestfalen vorstellen".
Ablegen für die Kamera
Nach der kurzen Präsentation durchschritten die Landtagspolitiker mit ihrem "Gefolge" die wenig repräsentative Eisenbahnunterführung, die vom Bahnsteig und vom Parkplatz zur Schiffsanlegestelle führt. In ungezwungenen Gesprächen erfuhren die Mitglieder des Präsidiums allerhand über die Geschichte des Biggesees. Als das MS "Westfalen" anlegte, nutzten Uhlenberg und Böth die Gelegenheit zu einer Stippvisite an Bord, und als das Flaggschiff der "Weißen Flotte" samt Präsident und Stellvertreterin ablegte, legten die Mitarbeiter der Landtagsverwaltung sorgenvoll die Stirn in Falten, sahen sie doch ihren engen Zeitplan in Gefahr. Doch die "Rundfahrt" war nach 30 Sekunden vorbei, sie entpuppte sich als kurze "Show" für die Kameras, und der Rundgang wurde fortgesetzt. Auf dem Surfclubgelände sprachen die Politiker mit Bürgern und Vertretern des Clubs, und am Ende des Rundgangs stand eine Kaffeepause am Kiosk der Minigolfanlage. Voller Informationen machten sich die Mitglieder des Landtags-Präsidiums anschließend zurück zum Parkplatz, wo der Kleinbus startete und die Politiker zur letzten Station der Südwestfalen-Reise, nach Siegen, brachte. Egal welcher Parteicouleur; alle Mitglieder des Präsidiums machten deutlich, dass ein solcher Abstecher "in die Fläche" wichtig sei auch für politische Entscheidungen, die eben nicht nur am "grünen Tisch", sondenr viel öfter auch nach Gesprächen mit Wählerinnen und Wählern fallen sollten.

